dienstag

manchmal wünschte ich mir, ich würde ein nullachtfünfzehn leben leben. nicht dauernd wert auf das besondere legen.ich bin so wie ich bin. aber gerade von meinen eltern hab ich das schon immer hinter die ohren geschmiert bekommen, dass wir alle etwas ganz besonderes sind. meine mutter regt sich aber regelmäßig über andere darüber auf, dass die ihre kinder so wichtig nehmen. ich verliere immer mehr den glauben an die menschheit. wieso nehmen sich alle so wichtig? warum wird einem das so beigebracht? und am ende des tages sitzt man dann in seiner kammer und weiß man ist dennoch nur einer von milliarden sandkörnern. alle gleich und doch anders. jede auf seine art und weise wie er ist. aber nie besser als die anderen. wenn man so aufgewachsen ist, fühlt sich das an wie ein schlag ins gesicht wenn man sich darüber klar wird, dass man eigentlich ja gar nichts besonderes ist. auch nicht, wenn man ausgefallene hobbies hat, besonders kreativ ist und in mathe ein ass. am ende ist das leben vorbei.
10.4.18 20:54


montag

heute verdreht übertrieben gut gelaunt. es ist montag, der erste kaffee war scheiße, viel zu dünn. gleich nachgelegt und n starken getrunken.mag die verantwortung bei der arbeit obwohl ich sie hasse, vielleicht ist es die sonne oder der neue arbeitsvertrag. alles scheint klar, mal sehen wie es sich in den nächsten tagen verändert. habe angst vor dem neuen nebenjob, läuft das wohl alles so wie ich es mir vorstelle?nachdem die halsschmerzen jetzt irgendwie weg sind, tut mir seit 2 tagen irgendwas in der nierengegend weh. ich ignorier es mal genauso wie den lymphknoten bzw. das halsweh letzte woche. trotzdem überlege ich mal zu einem arzt zu gehen und mein blut und alles richtig testen zu lassen.bin gespannt auf die woche, am wochenende hatten wir eigentlich geplant nach gent zu fahren. irgendwie war das wochenende zu kurz, wollten noch planen ob wir im auto schlafen oder lieber eine unterkunft suchen. mal sehen was sich ergibt.morgen ist der sommerreifenwechsel angedacht, hab gesehen dass ich leider n nagel in einem reifen habe. lag den ganzen winter im keller und ist nicht platt. entweder es ist nicht schlimm, oder er wird platt wenn der nagel rauskommt? mal nachher meinen reifenwechsler des vertrauens fragen was der so sagt.juchei! seit gespannt auf meine nächste stimmung!
9.4.18 08:30


Update 9 Millionen

Irgendwie weiß ich auch nicht was los ist. Manchmal ist die Stimmung so, dann ist sie so. Wie so ne Manie.Ich wehre mich aber vehement dagegen mir mal professionelle Hilfe zu suchen. Ich krieg das so hin. Vielleicht kriege ich die Quittung in ein paar Jahren, aber da scheiße ich so drauf. Ich bin doch eigentlich irgendwie stark.Heute protzt der Tag übrigens wieder mal nur so vor Euphorie. Kann an meinem neuen Arbeitsvertrag liegen. Ab 1. Mai. Weniger Stunden, weniger Geld, hoffentlich mehr Glücklich sein. Und mehr Zeit zum Malen. Damit ich irgendwann als berühmter Künstler in die Geschichte eingehe. Oder so.Naja. Ich beschäftige mich allerdings im Moment ja sehr viel mit meinem verhunztem Körper. Aber auch das seh ich positv. Denn den Winter über habe ich ja gehörig auf meine Gesundheit und mein Aussehen geschissen.Bin ich glücklich mit meinem Leben? Macht es Sinn, dass ich wieder anfange wie vor ein paar Jahren? Mich hocharbeiten. Fit werden. Durch meine Fitness stark sein. Strong is the new skinny? Isses das?? Ich glaube ich werde es sehen. Irgendwas passiert irgendwann und dann werde ich es sehen. Ich hoffe ich habe keinen Fehler gemacht mit ALLEM. Das ist das erste Mal dass ich es ausspreche, jedenfalls schreibe. Ich weiß einfach nicht wer und was ich bin und wo ich stehe und was richtig für mich ist. Kann mir das irgendwer sagen? Wer außer das Leben? Manchmal kriege ich Angst davor alt zu werden. Wenn ich mit 60 auf mein Leben zurück blicke und mich frage "Hast du alles genauso gemacht, wie du es dir gewünscht hättest?" - Ich kann es manchmal nicht beantworten. Ich hoffe, ich schaffe es in Zukunft wieder mehr laufen zu lassen, mit den zweirädrigen Kollegen. Mein ein und alles, mein Leben. Lass mich Leben!!!
3.4.18 20:15


Ich hab manchmal einfach das Gefühl, dass mein Kopf platzt. Vor lauter Dingen, die dort drin stattfinden. Ich hab so den Drang zu erzählen, was dort drin los ist, was mich beschäftigt und was ich erlebt habe, auch wenn ich nur eins von vielen Millionen Individuen auf diesem Planeten bin und meine Geschichte weniger Menschen interessiert als ich es mir erhoffe.Ich finde nur keinen Anfang. Ich würde meine Erfahrungen gern ein eine Geschichte verpacken. Einfach so. So, dass es sich schön liest, wenn ich das selber in 40 Jahren nochmal lese und auf mein Leben zurück blicke.Ich hab derzeit irgendwie das Gefühl, dass ich von vorne anfange. Dass ich das was ich mir in letzten Jahren aufgebaut habe selbst zerschmettert habe, so als hätte ich vor Wut einen Teller durch die Gegend geschmissen und hätte hinterher festgestellt, dass das mein Lieblingsteller ist und ich ihn mühsam wieder zusammenkleben muss, es aber nur langsam hinbekomme und vor lauter Puzzleteilen noch wahnsinnig werde und daran verzweifele. Ich will es aber unbedingt hinbekommen. Ob ich es schaffe weiß ich nicht, weil ich so traurig bin, dass er kaputt ist, dass ich vor lauter Scherben den Boden nicht sehe und so falle ich immer tiefer in ein Loch und fühle mich wie mit 20, als ich schon mal vor den Trümmern meines Lebens stand und ich aber noch jung genug zum kämpfen war und viele tolle Jahre vor mir hatte.Jetzt sehe ich vor lauter negativer Gedanken nur das Alter und was ist mit dieser ach so schlimmen Zukunft? Werde ich glücklich?Ich bin schon immer ein sehr melancholischer Mensch gewesen, aber ich hatte mich so sehr aus dieser Melancholie rausgekämpft, hatte Lebensfreude und dieses du-lebst-nur-einmal-Gefühl. Das ist futsch! Wo ist es hin?Schwer keuchend blinzelt das Kätzchen aus ihrem Nest, das Fell zerzaust und in die Jahre gekommen.
28.3.18 14:55


UPDATE nach 78 Tagen ohne SITHENSKI

Was so passiert ist: Ich bin umgezogen. Oder ziehe offiziell noch um. Ich wohne jetzt mit A. zusammen und das ist alles sehr schön. Ich fühle mich angekommen und glücklich. Auch wenn gewissen Lebenszweifel sich immer wieder äußern und ich einfach anscheinend jetzt mit 30 nicht weiß wo genau ich im Leben stehe, was ich will und wie alles weiter geht. Ich bin da aber irgendwie unterschwellig einfach optimistisch, obwohl es wirklich auf die Tagesform ankommt. Aber im Grunde hilft es ja alles nichts und man muss sich einfach immer wieder sagen, dass irgendwann alles gut wird. Vor allem wenn man wirklich etwas ändern möchte, dann tut man das schon irgendwann. Und wenn nicht, dann macht man eben seine Erfahrungen mit Burnout oder ähnlichem. Ich werde es sehen und muss mir immer wieder vor Augen halten wie verdammt gut es mir hier geht und wie schlecht es manch anderem Menschen auf diesem Planeten geht.

Außerdem habe ich einen Nebenjob ab Mitte April: als Mountainbike-Kurs-Leiterin an der Uni Bielefeld. Ich bin da so reingerutscht, bin mega untrainiert und bin mal gespannt wie das so wird. Ich sehe es als Ansporn, dass ich auch mal wieder mehr aufs Rad komme. Denn ich glaube diese ganze Lebenskrise kommt unter anderem davon, dass ich so Stress auf der Arbeit hatte und dadurch kein Rad mehr fahren "konnte" und dann hat sich das so aufgeschaukelt und ich blockier mich einfach selber.

Was die Waage heute sagt: Am Montag habe ich den bitteren Tatsachen ins Gesicht geguckt und mich auf die Waage gestellt. Seit Montaten, Wochen... und sie hat eine traurige 85.5kg rausgespuckt. Kein Wunder also, dass mir meine Hosen nicht mehr passen. Seit einiger Zeit, eigentlich so rund zwei Wochen versuche ich nun diesem Kiloberg gegenüber zu treten und ich glaube ich bin auf einem ganz guten Weg.

Was auf dem Plan steht: KLARKOMMEN! SPORT! MAL WENIGER RUMHEULEN, SONDERN HANDELN!


21.3.18 07:49


 [eine Seite weiter]

Gratis bloggen bei
myblog.de