Von Müttern und Tanten.

Sie tut immer so, als wäre sie so viel anders als ihre Schwester. Dabei ist es überhaupt nicht so. Diese Erkenntnis hat mich an den Boden gebracht. Festzustellen, dass ich im Grunde ein Mensch wie jeder andere bin, war wie eine Faust ins Gesicht. Man sollte natürlich seine Individualität aufrecht erhalten und man kann auch stolz sein, auf das was man ist, aber dennoch darf man seinem Umfeld, gerade seinen Kindern, die die man großzieht, für die die Mutter das ein und alles ist, der Anker, der Mensch zu dem sie aufblicken, NIEMALS in dem Glauben lassen, dass man besser ist als andere Menschen.Das macht mich wahnsinnig. Dass ich mich für etwas besseres gehalten habe, dass ich diese Meinung eingeimpft bekommen habe.Ich bin froh mich in eine andere Richtung zu entwickeln, frage mich und hinterfrage alles dennoch bis zum erbrechen.Als am Donnerstag ihre Schwester bei mir war und wir eine hitzige Diskussion über Politik geführt haben, habe ich gemerkt, dass sie genauso wie ihre Schwester ist. Und dass ich so wahnsinnige Angst habe, genauso zu werden. Ich wehre mich dagegen und bin mir sicher es anders machen zu wollen, bin mit allen Sinnen permanent auf der Hut um Anzeichen des Genausoseins bloß schnellst möglich zu entpuppen und mich dagegen zu wehren.Es ist schon fast so dass sich ein gewisser Hass entwickelt hat. Ich bin froh dieser Sache nicht mehr lange ausgesetzt zu sein und meine Freiheit zu genießen. Ich werde in der Zeit auf jeden Fall diesen Gefühlen auf den Grund gehen.Während ich das schreibe bin ich permanent abgelenkt, weil ich sie nebenan murmeln höre, wie sie arbeitet, dabei mit sich selber redet, zwischendurch etwas von mir möchte, sie sich aufregt und irgendwie spüre ich es einfach. Das ist anstrengend. Und genau das was die Therapeutin vergangene Woche sagte: Es ist eine unglaubliche Anstrengung, die ich leiste, dass es kein Wunder ist dass ich nachmittags "zusammenbreche" und zu nichts mehr im Stande bin.Die Sonne scheint, ich frage mich natürlich ob das alles so richtig ist, was ich vorhabe, gucke aus dem Fenster und fange wieder an zu grübeln.
1.4.19 09:13


Durcheinander in einer Nacht.

Seit ich mit meinem Freund zusammen bin ist es irgendwie so, dass ein Pärchen (A und F), welches wir durch eine gemeinsame Freundin (M) von mir kennen, öfter mal was mit uns macht. Irgendwie hat sich das so rauskristallisiert. Allerdings war M mal mit C zusammen und bevor A und F mich und meinen Freund kannten, haben M und C sehr viel mit A und F gemacht. Dann kam die Trennung von M und C und plötzlich hängten sich A und F vermehrt an uns. Das war erstmal auch so ok, bis M mich darauf aufmerksam machte bzw. ich den selben Gedankengang auch schon hatte, als A und F darüber anfingen zu reden, dass man sich ja gemeinsam ein Haus/einen Resthof kaufen könnte und daraus so eine kleine Kommune starten könnte. Knaller daran ist, dass ich dieses ganze "Geträume" mitbekam, als M und C noch zusammen waren und A und F das ganze mit DENEN planten. Naja. So ist vorerst die Vorgeschichte. Grundsätzlich verstehe ich mich mit A und F ganz gut, allerdings ist A, der weibliche Part der beiden, auch sehr perfektionistisch und durchstrukturiert und vor allem sehr durchwachsen von ihren Prinzipien und Gewohnheiten. Ich weiß also, dass ich mich so mit ihr alleine niemals richtig anfreunden würde, so als einzelne Fruendin. Irgendwie nehmen Sie sich sehr stark raus, dass man am Wochenende auch etwas miteinander macht. Daher kommt es dann oft vor, dass mein Freund und ich sehr mit der Anwesenheit von den beiden bombardiert werden. So eben auch vergangenes Wochenende.Am Freitag kamen die beiden dann zu uns und wir saßen etwas zusammen und haben später auch noch ein Spiel gespielt. Samstagmorgen wurden wir dann auch schon wieder gefragt, ob wir nicht gemeinsam mittagessen wollen. Das haben wir dann erfolgreich absagen können. Es ist teilweise schwer denen abzusagen, weil manchmal ein NEIN nicht akzeptiert wird oder halt versucht wird uns zu überreden, das kann unter Umständen halt superanstrengend sein, meistens klappt das absagen dann halt doch, das hört sich jetzt dramatischer an, als es ist. Wollte damit nur darstellen, dass sie unter Umständen sehr hartnäckig sind.Naja, am Samstagabend hatte ich mir halt dann vorgestellt, mal auf die Herbstkirmes zu gehen. Weil ich einfach seit Ewigkeiten nicht mehr auf der Kirmes war. Vorab hatte ich A und F auch gefragt, ob sie dazu Lust hätten und da kam halt auch nur so "Gemecker" á la "Kirmes ist doch kacke!" oder "Das Wetter ist ja jetzt auch nicht so geil!". Nachmittags hatte ich dann noch zu meinem Freund gesagt, dass ich eigentlich keine Lust auf A und F hätte und wir da ja auch alleine hingehen könnten. Naja, irgendwann im Laufe des frühen Abends hab ich dann gedacht "Ach komm, frag die doch einfach, vielleicht wird's ja doch ganz lustig", [b]auch[/b] weil die ungefähr 500m entfernt von dem Platz, wo die Kirmes stattfand, wohnen.Wir haben uns dann verabredet. Fuhren dann mit dem Bus zu den beiden, denn für's Rad war's mir irgendwie zu kalt - allerdings sollte sich rausstellen, dass es besser gewesen wäre mit dem Rad zu fahren. Wir gingen erst zu den beiden und quatschten noch ein wenig, es gab Wein und Bier und irgendwann entschlossen wir uns dann auf die Kirmes zu gehen. Allerdings wurde dann irgendwie über die Kirmes gerannt! A rannte vorneweg und ich wollte, auch wenn ich die Attraktionen lieber auslasse, gerne die Menschen und das Geschehen beobachten. Irgendwie halt so bummeln. Das war anstrengend, dass ich das so nicht konnte. Irgendwann wollte ich dann auch einen "Liebesapfel", wie früher eben und mein Freund kaufte uns jeweils einen. A und F überlegten dann ob sie auch noch was essen sollten, F entschied sich quasi sofort gegen was zu futtern und A hätte ansich gerne was gekauft, ist aber supergeizig und nach mehrmaligem Überlegen kaufte sie dann doch auch nichts und aß später zu Hause lieber noch alte Nudeln. Alleine das nervt mich irgendwie auch so, aber das war noch harmlos, denn das kann sie ja selber entscheiden. Dennoch finde ich immer, wenn man sich mal soetwas wie Kirmes o.ä. gönnt, kann man auch mal für 4Euro Pommes kaufen, total überteuert ohne sich da so heftig Gedanken drüber zu machen.Nach 20 Minuten sind wir dann auch schon wieder zu denen zurück gegangen. Im Grunde wäre ich da gerne schon nach Hause gefahren. Aber irgendwie traue ich mich dann auch immer nicht zu sagen "Ich will jetzt nach Hause!" weil ich genau weiß, dass ich mit Unverständnis überschüttet werde. Wir entschieden uns dann noch ein Gesellschaftsspiel, es wurde Trivial Pursuit, zu spielen.Das hat dann auch erst Spaß gemacht und war lustig. Irgendwann im Laufe des Spieles, ich trank nebenher Wein, aber auch nicht sooo viel (A und ich teilten uns eine Flasche Weißwein 0,75 Liter mit 9%vol.), merke ich halt wie meine Stimmung kippt. Das ist öfter so, vor allem wenn wir mit A und F spielen. Ich weiß nicht genau ob es am Alkohol liegt, ich vermute aber auch schon, aber eben auch wenn ich A beobachte und sie echt heftig drauf ist wenn's ums Spielen geht: Denn wenn sie schlecht ist und es aussieht als würde sie verlieren, wird die richtig heftig grumpy und fängt an zu fluchen und beleidigen. Wenn sie gut ist, merkt man wie triumphierend und ehrgeizig sie wird, dann wirklich zu gewinnen. Irgendwie überträgt sich das so auf ihre Persönlichkeit und ich find das irgendwie abstoßend. Naja, das Spiel dauerte dann unendlich lange und irgendwann wurde ich auch müde und ich hatte Bauchweh, weil ich superviel von den Nachos mit Käsesoße gefuttert hatte, die A bereit gestellt hatte. (Das ärgerte mich auch, weil ich bei sowas einfach so undisziliniert bin und einfach nur fresse und fresse und fresse und genau weiß, wie schlecht das für meine Verdauung und ja auch für die Figur ist.. diese ekelhafte fertig Käsesoße oder -dip - widerlich!) Mein Freund guckte dann nach einer Busverbindung zurück, durch falsches recherchieren standen wir plötzlich vor der Tatsache dass kein Bus zurück fährt. Da war meine Laune im Keller, aber volles Mett. A und F boten uns an, dass wir ja auch bei denen schlafen könnten - das wollte ich aber nicht. Ich fühle mich in deren Wohnung nicht wohl und wir hatten für Sonntag ja auch ein straffes Programm (Familienbesuch von der Familie meines Freundes). Boar, war ich angepisst. Irgendwann stellte sich dann raus, dass doch ein Bus fuhr. Ich kann aber gar nicht genau erklären, wie es mir dann geht. Aber ich fühle mich steif wie ein Brett und kalt und eigentlich fühle ich gar nichts außer Leere und Wut und Hass und ich möchte am liebsten weglaufen oder mich verkriechen, ich bin glaube ich richtig scheiße, wenn ich mir vorstelle mein Freund oder A oder F zu sein in den Situationen. Ich möchte weinen, kann nicht mehr richtig sprechen und bringe nur einzelne Wörter raus und verbiete mir das Weinen, weil das irgendwie auch peinlich wär. Ich hasse mich von Minute zu Minute mehr, weil ich mich selbst nicht verstehe und das ging dann die ganze Busfahrt bis nach Hause und auf den letzten Metern nach Hause liefen mir schon die Tränen über die Wange, ich konnte das ganz gut vor meinem Freund verbergen, es war ja auch kalt, also fiel das Nasehochziehen auch gar nicht so auf. Als wir dann zuhause waren, musste ich nochmal pinkeln und ich saß auf dem Klo und musste richtig heftig weinen und hasste mich selbst dafür, dass ich so eine miese Stimmung verbreite und ich weiß gar nicht wieso, denn im Grunde war der Abend doch gelungen und ich komme mir so wahnsnning bescheuert vor, mich so in den Vordergrund mit meiner schlechten Laune zu stellen. Als ich auf Klo fertig war und ins Schlafzimmer ging, guckte meinte Freund mich natürlich komisch an, weil ich so geweint hatte und ich musste wieder noch mehr weinen und ich sagte ihm alles was ich dachte und es tat mir so leid ihn damit so zu belästigen, ich will nicht so ein labiles Stück Scheiße sein, was ihm die Ohren vollheult. Ich will das nicht, aber weiß nicht was ich dagegen tun kann. Ich müsste vermutlich demnächst mal probieren einfach nichts zu trinken, wenn wir so einen Spieleabend machen und wie mein Freund sagt, einfach eher signalisieren, dass der Abend für mich fertig ist - nicht erst wenn es zu spät ist.Dieses Gefühlschaos macht mich wahnsinnig und manchmal weiß ich nicht ob ich es schaffe. Es gibt Tage da ist alles so toll, wie Samstagmittag als ich mit meinem Freund im Wald war und die frische Herbstluft genossen habe und dann ändert sich diese Stimmung so drastisch, dass ich alles und jeden und vor allem mich so dermaßen hasse. Das nervt.
29.10.18 08:35


fly away.

vielleicht bin ich nicht das mädchen, was meine mutter gerne groß gehabt hätte. ich ecke immer an, am allermeisten bei mir selbst.wie viel ich in den vergangenen monaten darüber nachdenke, was richtig und was falsch ist. für die zukunft. und in der vergangenheit.versuche zu analysieren, was passiert ist, was mich zu dem gemacht hat, das ich jetzt bin. was bin ich überhaupt? ist das normal, dass man das so denkt?in der situation in der ich stecke? in welcher situation stecke ich denn? stecke ich nicht genau da, wo ich schon immer gesteckt habe? irgendwo zwischen selbsthass und selbstliebe? alles was drumherum passiert ist hollywoodreif und dennoch so alltäglich und wenig erwähnenswert. möchte ich mal enkel haben, denen ich erzählen kann, was für ein toller hecht ich war?und die liebe? was ich da alles verbockt habe? mein leben ist noch nicht zu ende.aber überlegt man ganz scharf - was soll denn noch kommen? weltreisen? wozu? bin ich so sehr pessimist?war das, wie ich vor 2 jahren war bloß ein höhenflug, die ausnahme? ich dachte es ging mir gut. jetzt geht es mir im grunde schlechter denn je. das ist gelogen, lüg nicht so viel rum, mir geht es gut, aber gedanklich bin ich wie eine 30ig-jähirge, die nicht weiß wie es weitergehen soll. wohin führt der weg? und anstatt sich überraschen zu lassen, frage ich unbeantwortbare fragen.sind die anflüge von tunnelblick, die ich schon so lange habe wie ich denken kann und das erschrocken-sein im wald, wenn mir plötzlich jemand begegnet und die neuerdings angeschwollenen hände ein zeichen von irrsinn?fly away.
20.9.18 21:33


jetzt ist august.

es ist schon wieder so viel zeit vergangen. es hat sich einiges geändert, eher gebessert, aber perfekt ist alles noch nicht. nach wie vor habe ich viele gedanken, aber nicht immer nur noch so komplett negativ. die arbeitssituation hat sich etwas gebessert, aber nur etwas, nach wie vor warte ich innerlich auf diesen knall. ich fühle dass ich und auch die anderen von p aka chef einfach irgendwie im stich gelassen werden. jeder kann immer nur über die fehler der anderen herziehen, dieses gelaaaaabere das geht geht mir so auf den sack.ich habe immerhin zum sport zurück gefunden und auch habe ich bereits 5kg meines kummerspecks dadurch verloren. ich achte sehr auf die ernährung, aber dennoch will ich nicht dass dieses ein ansporn für proana-mädchen wird. weil strong is the new skinny, das gewicht ist eigentlich nur nebensächlich und mir geht es darum, dass ich wieder in meine alten klamotten passe. mein schrank ist voll mit sachen, die mir nicht mehr richtig passen. wobei die 5kg schon einiges bewirken. jippie!es gibt aber nach wie vor baustellen. ich mäkel im moment so sehr an der langjährigen freundschaft mit j rum. dauernd fällt mir was auf, sie versetzt mich aber auch viel, spreche das problem manchmal an, sie ist aber irgendwo manchmal so ein freigeist der nur mit sich selber beschäftigt ist, und ein profi im verdrängen, dass sie manchmal einfach vergisst, was mein problem ist. ich hoffe wir können das klären! oder bin ich schon so ein griesgrämiger quängel geworden?ich bin glücklich mit a und alles was ich vielleicht mal gesagt habe sind einfach gedanken die aus meiner kaputten seele rühren. sie sind immer noch da. großes problem für mich ist manchmal dass wir zwischenzeitlich echt lange keinen sex haben. ist das richtig? funktioniert so eine beziehung? wenn wir welchen haben, ist es leidenschaftlich, macht spass, sexy, toll! aber oft schlafe ich schon, wenn er ins bett kommt, im moment macht mich sogar alkohol so schläfrig. ich habe angst, er denkt ich will nicht, bin aber selber zu schüchtern ihm zu sagen was ich will. ich muss das thema mal ansprechen. habe angst, möchte aber seine nähe und seinen körper. verrückt, aber eins nach dem anderen. das leben geht immer weiter.
7.8.18 08:12


schwermut 1.0

ach herrje, gestern mal wieder einen richtigen ausfalltag gehabt. arbeit war mega anstrengend und das macht mich alles nach wie vor fertig und ich gucke immer mit so hochgezogenen schultern, bereit einen großen knall zu hören, in die zukunft und weiß eben nicht was passieren wird. aber naja, ich mach mich selber auch immer fertig mit meinen gedanken. ich glaube nach wie vor ich bin ende 2016 kaputt gegangen. dieser e hat es geschafft. es ging mir blendet, dann wurde ich abhängig von ihm, habe dieses elende spiel mitgemacht, die 6 monate, die das lief waren die hölle. die waren toll, aber sie waren die hölle und sie haben mich einfach zerstört. durch meine last die nächste miesere, mit m und zack ist 2017 und ich lernte a kennen. ich hab das gefühl ich weiß überhaupt nicht mehr was ich tue. diese stimmungsschwankungen machen einen sowas von kaputt, ich laufe dauerhaft durch einen tunnel, manche tage sind gut und irgendwie wird alles ja auch stück um stück besser, aber es gibt eben auch die schlechten tage, an denen ich nichts schaffe. so wie gestern. nach der arbeit hab ich mein essen versaut, also versalzen, nur n halben teller geschafft, weils scheiße war und ich auch satt, danach scheiße im internet geguckt, reality soaps, was für ein abfuck, zur krönung bin ich dann eingeschlafen auf dem sofa, um 8 dann ins bett gewechselt und noch einen film geschaut. ich hätte kotzen können über meinen schwermut, weiß aber in der situation nichtmal wie ich da wieder rauskommen könnte. heute morgen meinen wecker extra früh gestellt, aber nein, madame muss trotz allem 30 minuten snoozen. kotzwürgbrech. heute muss alles besser werden, ich hab ab mittag frei und wochenende, ich will doch nur glücklich sein.
17.5.18 08:35


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